10.06.2026 13:20
Nachhaltigkeitspreis Hope verliehen
Für eine gerechtere Welt
Die MetropoleRuhrPlus zeichnet Engagement mit Wirkung aus
Gelsenkirchen. Mit der Verleihung des Nachhaltigkeitspreises „HOPE“ hat die MetropoleRuhrPlus zum zweiten Mal ein starkes Zeichen für Hoffnung, Verantwortung und globales Engagement gesetzt. Der mit insgesamt 6000 Euro dotierte Preis würdigt ehrenamtliche Projekte aus der Region, die sich für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft der Menschen im Globalen Süden einsetzen und so die Lebensbedingungen in Schwellen- und Entwicklungsländern verbessern.
Mehr als 100 Gäste sind der Einladung der MetropoleRuhrPlus (MRP), einem Zusammenschluss von mehr als 20 Clubs des internationalen Frauennetzwerks Soroptimist International (SI) in der Ruhrregion und Umgebung, zur Preisverleihung auf Schloss Horst gefolgt. Unter ihnen auch der erste Bürgermeister der Stadt Gelsenkirchen. In seinem Grußwort würdigte er insbesondere, dass die MRP mit ihrem Engagement Ökologie und Ökonomie zusammenbrächte. Auch sei es seines Erachtens notwendig, nicht nur die eigenen Lebensbedingungen vor Augen zu haben, sondern sie im globalen Kontext zu betrachten. Er sei von der Arbeit der Soroptimistinnen beeindruckt, vor allem weil es "ein rein ehrenamtliches Engagement" sei. Es trage zur "sozialen Nachhaltigkeit" bei.
Der erste Preis – dotiert mit 3000 Euro – ging an den Verein Faire Welt e.V. aus Dinslaken. Das Projekt „Licht gehört in die kleinste Hütte“, das die Dorfbevölkerung in Uganda mit Mini-Solaranlagen versorgt, überzeugte die Jury durch seinen ganzheitlichen Ansatz. Umwelt- und Entwicklungsarbeit werden mit Maßnahmen zur Förderung von Frauen verbunden. Sie erhalten Mikrokredite, die zu wirtschaftlicher Selbstständigkeit verhelfen und nachhaltige Perspektiven schaffen. Der Verein wurde 2009 von der ehemaligen Ministerin für Umwelt und Landwirtschaft in NRW, Bärbel Höhn, gegründet. Sie freute sich mit ihrem Team über die Anerkennung.
Einen der beiden zweiten Preise – dotiert mit jeweils 1500 Euro – erhielt das Hildegardis-Gymnasium Bochum. Die Schule unterstützt seit mehreren Jahren das Bildungsprojekt „Samenkorn“ in Guatemala. Es ermöglicht indigenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Berufsausbildung oder einen Schul- oder Universitätsabschluss. LehrerInnen, Schülerinnen und Schüler sowie Vertreter des Stipendienwerks nahmen den Preis in Gelsenkirchen entgegen.
Der Verein Togo - Neuer Horizont e.V. aus Hamminkeln wurde ebenfalls mit 1500 Euro bedacht. Die Bewerbung war besonders aufwendig und überzeugte mit einem Bildungsprojekt, das bereits bei Kindergartenkindern ansetzt. Konkret wird ein Kindergarten in Liwalpou gefördert mit dem Ziel, dort schon Mädchen auf die Schule vorzubereiten. Togo ist eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt, und das Projekt setzt früh an einer nachhaltigen Bildungsförderung an.
Die MetropoleRuhrPlus besteht aus mehr als 20 Clubs des Netzwerkes Soroptimist International (SI) in der Ruhrregion und Umgebung. SI ist mit mehr als 2900 Clubs und 65.000 Mitgliedern in mehr als 118 Ländern eine der weltweit größten Vereinigungen berufstätiger Frauen und orientiert an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Frauen und Mädchen. Gerade im Kontext globaler Herausforderungen wird deutlich, dass diese Ziele erst dann Wirkung entfalten, wenn sie vor Ort mit Leben gefüllt werden.
Weitere Infos unter https://metropoleruhrplus.soroptimist.de/home sowie www.soroptimist.de